Kreisseniorenrat engagiert sich bei der Gestaltung der Zukunft der Bevölkerung

HEIDENHEIM (hew). Der Kreisseniorenrat ist eine wichtige Verbindung zur Gruppe der älteren Menschen, so Landrat Thomas Reinhardt zum Auftakt der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrates zu den anwesenden aktiven Seniorenräten. In reger Zusammenarbeit mit den Senioren erfahre die Politik, wo der Schuh drücke und wo Handlungsbedarf bestehe. Immerhin stellen die Senioren mit über 60 Jahren mit 37% die größte Wählergruppe bei der Bundestagswahl.

Aktivitäten wie das Fahrsicherheitstraining, Einsatz für eine Verbesserung im ÖPNV, Wohnberatung, Kontakte zu Architekten, Gesundheitseinrichtungen, gute Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt im Landratsamt und vieles mehr organisiert der Kreisseniorenrat für Senioren und jene, die zwar noch jung sind, aber die künftigen Senioren sein werden.

Der Kreisseniorenrat bietet zudem regelmäßige Sprechstunden, jeweils am 1. Freitag im Monat von 10.15 Uhr bis 11.30 Uhr im Landratsamt Heidenheim, Raum A 016 an. Hier können sich alle Bürgerinnen und Bürger beraten und informieren, aber auch Anregungen und Wünsche für die Seniorenarbeit einbringen.

Mit der Broschüre „Meine persönlichen Aufzeichnungen“, die der KSR in Zusammenarbeit mit dem Betreuungsverein herausgegeben hat, erhält jeder Bürger einen Leitfaden, über eine selbstbestimmte Vorsorge mit Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Herüber werden regelmäßig Vorträge in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen veranstaltet. Die Broschüre kann zudem auf der Homepage unter www.ksr.heidenheim.com eingesehen und heruntergeladen werden.

In Planung für das Jahr 2017 ist zudem ein Mitfahrkonzept, das in Zusammenarbeit mit allen Kommunen ein zusätzliches Mobilitätsangebot für die Bevölkerung insbesondere im ländlichen Raum werden soll. Zunächst sollen die Erfahrungen von ähnlichen Angeboten in Heidelberg gehört und gemeinsam mit den Bürgermeistern und Landratsamt diskutiert werden. Mitnahmebänke sowie eine App, auf der sich Fahrer und Mitfahrer verabreden können, sollen über das Förderprogramm LEADER beantragt und bezuschusst werden.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand neu gewählt. Für die kommenden drei Jahre wurde Rosmarie Helbich (Gerstetten) zur Vorsitzenden, Helga Winkler (Giengen) zu ihrer Stellvertreterin gewählt. Schriftführerin ist Renate Mettmann (Heidenheim), neu gewählter Kassenführer Hermann Winkler (Giengen). Klaus Schmidt (Steinheim) und Peter Bachmann (Sontheim/Brenz) werden auch künftig die Kasse prüfen. Alle Vorstandsmitglieder wurden von der Versammlung einstimmig gewählt.

Aus der Vorstandschaft schied aus gesundheitlichen Gründen Wolfgang Klook aus. Der langjährige Stellvertretende Vorsitzende wird allerdings weiterhin Mitglied des Kreisseniorenrates sein. Die Vorsitzende dankte Klook für sein engagiertes Mitwirken sowie die gute Zusammenarbeit und überreichte ihm ein Geschenk.

Eva Oppermann (Heidenheim), die langjährige Vorsitzende des Kreisseniorenrates soll für ihre Verdienste zur Ehrenvorsitzenden ernannt werden, dafür votierte die Versammlung einstimmig.

Um besseren Kontakt zur Bevölkerung des Kreises zu bekommen, plant der Kreisseniorenrat künftig seine Mitgliederversammlungen abwechselnd in den Städten und Gemeinden des Landkreises durchzuführen. „Unser Ziel ist es, dass sich in allen Gemeinden Orts- oder Stadtseniorenräte bilden“, so Rosmarie Helbich.

Mit einem Stand präsentierte sich der Kreisseniorenrat auch im Rahmen der Kontakta in Heidenheim. Neue interessierte Mitglieder, die in der vielseitigen Seniorenarbeit mitwirken möchten, sind beim Kreisseniorenrat jederzeit willkommen.

Der neugewählte Vorstand des Kreisseniorenrates Heidenheim: von links die Stellvertretende Vorsitzende Helga Winkler, Dieter Henle (Sozialdezernent des Landratsamtes), Vorsitzende Rosmarie Helbich, Kassenführer Hermann Winkler und Schriftführerin Renate Mettmann.